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Zu Gast bei 680-Jahr-Feier - Delegation aus Neuenkirchen feiert mit den Bürgern in Jeziorany

Mehrere Besichtigungen standen auf dem Programm der Delegation aus der Samtgemeinde Neuenkirchen zur 680-Jahr-Feier der Partnergemeinde Jeziorany. Foto: Samtgemeinde Neuenkirchen

Neuenkirchen/Merzen/Voltlage. Als Hildegard Schwertmann-Nicolay vor einigen Wochen an einer Frauenkonferenz in dem Patenschaftskreis des Landeskreises Osnabrück teilnahm, bekam die Neuenkirchener Samtgemeindebürgermeisterin die Einladung von Jezioranys Bürgermeister Leszek Boczkowski, doch mit einer Abordnung am Jubiläum im August teilzunehmen. Danach galt es, diesen Besuch auf die Schnelle vorzubereiten.

Aus Voltlage waren Maria Hüls, Annette Kleineberg und Sonja Sall mit dabei. Silke Thünker, Dirk Thölenjohann und Florian Schrader bildeten den Merzener Part, während neben Bernward Abing noch Berthold Eich (St.-Elisabeth-Stift) sowie Katrin Stuckenberg vom Schulvorstand der Goode-Weg-Schule Neuenkirchen vertraten.

Anreise ist einfacher

Die Anreise gestaltete sich diesmal etwas einfacher als in den Vorjahren, denn seit Mai fliegt Wizzair zweimal wöchentlich von Dortmund aus den wieder in Betrieb genommenen Flughafen Olsztyn-Mazury in Szymany an – und der hat sogar einen eigenen Bahnhof. Die Gruppe um Hildegard Schwertmann-Nicolay und Ruth Klaus-Karwisch aus der Verwaltung war nach der Landung dann gut eine Stunde mit dem Bus gen Partnerschaftsgemeinde unterwegs. In Jeziorany wartete ein umfangreiches Programm auf die Gäste. Am späten Nachmittag gab es noch das offizielle Begrüßungstreffen, an dem aufseiten der Gastgeber neben Politik und Verwaltung aus Vertreter aus verschiedenen Vereinen aus dem Bereich Kultur und Sport, aber auch von Schulen und Kultureinrichtungen teilnahmen. Am Abend stand das Kennenlernen im Vordergrund, wobei nicht nur die Dolmetscher behilflich waren, sprachliche Barrieren zu beseitigen, auch auf Englisch konnte die eine oder andere Frage geklärt werden.

Feuerwerk beeindruckt

Am zweiten Tag wartete ein umfangreiches Programm zur 680-Jahr-Feier auf die Gäste aus dem Landkreis Osnabrück, gegen 0.20 Uhr bildete ein riesiges Feuerwerk den Abschluss der Feier mit Musikfestival. Obwohl ein intensiver Regen die Veranstaltung begleitete, war die Stimmung rund um die große Bühne gut. Am Sonntag ging es zuerst einmal ins Rathaus, einem ehemaligen Schloss, an dem derzeit auch Ausgrabungen über die Bühne gehen. Schule, Sportanlagen, Tourismusbüro, Kulturhaus – bei einem Rundgang lernte die Delegation die Partnergemeinde näher kennen. „Die hatten eine Art Schnitzeljagd mit Aufgaben vorbereitet“, erzählt Schwertmann-Nicolay.

Agrotourismus

Am letzten Tag lernten die Gäste aus Merzen, Neuenkirchen und Voltlage dann Land und Leute kennen, denn sie besuchten Agrotourismusbetriebe. Dabei stellten sie fest, dass Rapshonig doch ganz anders schmeckt als Löwenzahnhonig und dass es durchaus Menschen gibt, die aus Paris ins Ermland ziehen, sich dort der Schafzucht verschreiben und Käse anbieten. Ressourcenschonend Möbel herstellen – das will auch ein Tischlereibetrieb, den die Gruppe besuchte, denn dort werden Möbel aus alten Boden- oder Deckenbrettern gefertigt.

„Merzener Lied“ in Polen gesungen

„Das Merzener Lied durfte natürlich auch nicht fehlen“, berichtet die Samtgemeindebürgermeisterin vom Abschlussabend, an dem der Bürgermeister Jezioranys selbst zur Gitarre griff und zusammen internationale Lieder gesungen wurden. Sie hob beim Rückblick auf die Tage in der Partnergemeinde die schöne Atmosphäre und die polnische Gastfreundschaft heraus.

Viele Kontakte geknüpft

Auch wenn die Delegation gemeinsam in einem Hotel und nicht bei Gastfamilien übernachtet habe, so seien dennoch viele persönliche Kontakte geknüpft worden. Auch zwischen den Vereinen und Einrichtungen seien intensive Gespräche geführt worden. So steht ein Besuch polnischer Schüler zum Jubiläum von Blau-Weiß Merzen im Raum,

 

 

Zur Sache

Partnerschaft seit 2008

Auf Anregung des Landkreises Osnabrück, der mit dem Kreis Olsztyn seit dem Jahr 1999 enge Verbindungen unterhält, kam es 2004 zu einem ersten Kontakt zwischen Neuenkirchen und der polnischen Gemeinde Jeziorany, früher Seeburg. Die landwirtschaftlich geprägte Gemeinde liegt etwa 80 Kilometer südöstlich von Königsberg. Die Landjugend nahm zuerst Kontakte in Richtung Polen auf. Im Sommer 2008 schloss die Samtgemeinde Neuenkirchen nach einem entsprechenden Beschluss einen Partnerschaftvertrag mit der gut 1250 Kilometer entfernt liegenden polnischen Gemeinde. Neben der politischen Gemeinde versuchen Vereine und Verbände seither, diese Partnerschaft aufrechtzuerhalten. jp

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/1506571/delegation-aus-neuenkirchen-feiert-mit-den-buergern-in-jeziorany#gallery&0&0&1506571

 

27. August 2018, 13:31 Uhr