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Zwischenbilanz gezogen - Neuenkirchener Drehscheibe schließt Versorgungslücken

Freuen sich über die Zahlen: Projektmitarbeiterin Astrid Rausch und Projektbetreuer Uwe Hummert sind mit der Entwicklung der Drehscheibe im ersten Jahr mehr als zufrieden. Foto: Josef Pohl

Neuenkirchen. „Nach dem ersten Geschäftsjahr kann man sagen, dass sich die Drehscheibe gut in der Samtgemeinde Neuenkirchen etabliert hat“, zieht Fachbereichsleiterin Ruth Klaus-Karwisch zusammen mit Uwe Hummert und Astrid Rausch ein positives Fazit von der Arbeit des Modellprojektes.

Am 29. August vergangenen Jahres gab es zwar die offizielle Eröffnung des Multifunktionshauses in der Lindenstraße 2, dem ehemaligen Ladenlokal des Elektrofachgeschäftes Hoppe. Doch die Vorarbeiten zur Umsetzung der Hauptidee des Modellvorhabens, Menschen wieder neu zusammenzubringen, liegen aber bereits zwei Jahre zurück.

Kundenakquise betreiben

Nachdem sowohl der Fachausschuss als auch der Rat der Samtgemeinde für das Vorhaben grünes Licht gegeben hatten, galt es nicht nur, ein Konzept zu erstellen. Zu Beginn des Projektes wurde ein Ladenlokal gefunden und eingerichtet. Kundenakquise musste betrieben und ein Beratungsangebot aufgebaut werden, um das Modellprojekt auch mit Leben zu füllen und die drei Bereiche Beratung, Shop-in-Shop und Dienstleistung zu etablieren.

„Wir bringen’s zusammen“ – so lautet eigentlich die Botschaft des Modellprojektes Drehscheibe in der Samtgemeinde Neuenkirchen. Das Projekt der Samtgemeinde Neuenkirchen wird noch bis zum 31. Dezember kommenden Jahres vom Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung gefördert. Für das auf drei Jahre ausgelegte Vorhaben fließen 99000 Euro aus Bundesmitteln. Weitere 46000 Euro muss die Samtgemeinde selbst aufbringen.

Mittlerweile 52 Anbieter

„Insgesamt kann nun bereits nach einem Jahr eine positive Bilanz gezogen werden“, fassen Projektbetreuer Uwe Hummert und Projektmitarbeiterin Astrid Rausch die Entwicklung zusammen. Das Shop-in-Shop-Angebot startete zunächst mit 27 Anbietern, nun zu Beginn der Weihnachtszeit stellen 52 Anbieter ihre Produkte aus. Das Dienstleistungsangebot konnte neben dem Hörgeräteakustiker und der Reinigung nun um das Angebot der Heißmangel ergänzt werden, nachdem der örtliche Anbieter seinen Betrieb eingestellt hatte. Und auch der Bio-Bäcker aus Voltlage steht dort jeden Freitag mit seinem Verkaufswagen.

Beratungsangebot wächst

Die ortsnahen Beratungsangebote wurden im Laufe des Jahres stetig ergänzt. Agentur für Arbeit, Deutsche Rentenversicherung, Caritas, Heilpädagogische Hilfe Bersenbrück, das Finanzamt, die Schuldnerberatung – die Liste wurde in den vergangenen Monaten immer länger. Die Kunden, sprich Besucher der Drehscheibe, erhalten über Facebook aktuelle Informationen zu Anbietern und Beratungs- oder Dienstleistungsangeboten. Nicht nur aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage kommen Gäste, sondern auch aus dem näheren Umland.

„Wir freuen uns, laufend neue Aussteller in der Drehscheibe begrüßen zu dürfen. Es gibt ein ständig wechselndes Sortiment, so zum Beispiel selbst genähte Kinderbekleidung/Kindergartentaschen, Glückwunschkarten, handgefertigte Pflanzenseifen, Dekoratives aus Holz, Beton, Filz und Keramik, alkoholische Köstlichkeiten, Honig von Neuenkirchener Bienen und Bio-Produkte“, so Astrid Rausch, die Anfang Oktober vier neue Aussteller für die Drehscheibe verzeichnete. Durch die Einbindung der lokalen Akteure tritt das Projekt nicht in Konkurrenz zum örtlichen Gewerbe, sondern tritt immer als Ergänzungs- und Netzwerkangebot auf.

Vorbild für andere Kommunen

Über die Idee des Multifunktionshauses Drehscheiben haben sich auch andere Kommunen bereits erkundigt, sodass dieses Projekt vielleicht an der einen oder anderen Stelle noch Nachahmungen finden dürfte.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/1545880/neuenkirchener-drehscheibe-schliesst-versorgungsluecken#gallery&0&0&1545880

 

4. Oktober 2018, 09:50 Uhr