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64.000 Euro für Reparaturarbeiten - Splitten in der Samtgemeinde Neuenkirchen abgeschlossen

Mit einer einfachen Oberflächenbehandlung – so nennt der Fachmann das Splitten – sind Straßen wie der Mühlenweg in Merzen repariert worden. Foto: Christian Geers

Merzen/Neuenkirchen. 40 Kilometer Straßen und Wege in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage sind in den vergangenen Wochen repariert worden. Erstmals hatten alle vier Samtgemeinden im Altkreis Bersenbrück die Arbeiten gemeinsam ausgeschrieben. Das Auftragsvolumen summiert sich auf 350.000 Euro.

Rollsplitt auf den Straßen mag für manchen Autofahrer ein Ärgernis sein, für den langfristigen Erhalt einer Straße ist er aber unverzichtbar. So gehört die umgangssprachlich als Splitten bezeichnete Reparatur zu den typischen Aufgaben einer Kommune. In der Samtgemeinde Neuenkirchen sind die Arbeiten für dieses Jahr abgeschlossen. Auf dem Osterodener Weg zwischen dem Ortsausgang am Mühlenweg bis zur Einmündung auf den Ankumer Damm (Kreisstraße 111) bei der Gaststätte Lammers in Osteroden war der Reparaturzug in der vergangenen Woche zum letzten Mal in diesem Jahr im Einsatz. Die Maschine mit einer Arbeitsbreite zwischen drei und vier Metern sind schadhafte Stellen ausgebessert worden. Zunächst wird eine Bitumenemulsion auf den Asphalt gespritzt, dann wird eine etwa einen Zentimeter dicke Schicht des Splittgemischs aufgetragen und festgewalzt.

Splitten als „einfache Oberflächenbehandlung“

„Einfache Oberflächenbehandlung“ nennt es der Fachmann. Den Effekt, der damit erzielt werden soll, erläutert Dirk Boguhn, stellvertretender Fachbereichsleiter für Planen, Bauen und Umwelt in der Samtgemeinde Neuenkirchen: „So wird die Substanz der Straße erhalten und verhindert, dass Wasser in vorhandene Risse eindringen kann.“ Wenn bei Frost aus dem Wasser Eis wird und sich ausdehnt, entwickelt es eine enorme Sprengkraft, aus kleinen Rissen werden mitunter große Schlaglöcher – und deren Reparatur wird noch teurer. „Das Splitten ist kostengünstig und hilft, die Lebenserwartung einer Straße zu verlängern“, sagt er. Die Kosten gingen außerdem nur zulasten der Kommune. Bei einem Straßenneubau würden auch die Anlieger zur Kasse gebeten.

Samtgemeinde und Mitgliedsgemeinden investieren 64.000 Euro

Seit Wochen war eine Bietergemeinschaft der Firmen Herbers und Middendorp in den Gemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage unterwegs und hat alle die Straßen instandgesetzt, die zu Jahresbeginn von den Wegeausschüssen der Gemeinderäte und des Samtgemeinderates als schadhaft identifiziert worden waren. „Der Auftrag umfasste eine Gesamtlänge von 40 Kilometern, das sind Straßen in Trägerschaft der Mitgliedsgemeinden und der Samtgemeinde“, erläutert Boguhn. Insgesamt seien 64.000 Euro in die Straßensanierung geflossen. Wie viel Geld die Kommunen im kommenden Jahr bereitstellen werden, ist zurzeit Gegenstand der Haushaltsberatungen. Sicher aber ist, „dass die Straßensanierung auch 2018 weitergehen wird“, so der stellvertretende Fachbereichsleiter.

Straßensanierung erstmals gemeinsam ausgeschrieben

Erstmals haben die vier Samtgemeinden im Altkreis Bersenbrück ihre Straßensanierungsarbeiten gemeinsam ausgeschrieben und damit die interkommunale Zusammenarbeit ausgebaut. Unter Federführung der Samtgemeinde Fürstenau wurden alle Aufträge gebündelt, die nach Angaben von Dirk Boguhn ein Gesamtvolumen von 350.000 Euro erreichten.

Ein Artikel von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt