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VOS-Nord besteht 25 Jahre - Smartphone-App hilft auch Busnutzern in Neuenkirchen

Busfahren ist cool – das meinen auch (von links) Heiner Pahlmann, Hildegard Schwertmann-Nicolay, Claus Peter Poppe, Karl Hüslmann jr., Benno Trütken, Andreas Güttler, Jürgen Schneider und Ewald Beelmann. Foto: Josef Pohl

Neuenkirchen. Seit 25 Jahren deckt die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) Nord, bestehend aus den Partnern Hülsmann, Nieporte, Weser-Ems-Bus, Beckermann und Ankum-Bersenbrücker Eisenbahn (ABE), das gesamte Spektrum des Linien- und Schülerverkehrs im Osnabrücker Nordland ab und hat sich entsprechend entwickelt.

Eigentlich konnte die VOS Nord bereits im August 25 Jahre erfolgreicher gemeinsamer Arbeit feiern, doch erst jetzt bot sich die Möglichkeit, zusammen mit den Vertretern der vier Samtgemeinden des Nordkreises sowie der Stadt Bramsche auf dieses Vierteljahrhundert zurückzublicken.

Nach dem Foto in den Bus

Neben Neuenkirchens Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay waren auch ihre Amtskollegen Benno Trütken (Fürstenau) und Claus Peter Poppe (Artland) sowie Bersenbrücks Erster Samtgemeinderat Andreas Güttler und der Bramscher Bürgermeister Heiner Pahlmann der Einladung zum gemeinsamen Fototermin auf dem Parkplatz in der Neuenkirchener Ortsmitte gefolgt. Angesichts der frischen Außentemperaturen zogen die Teilnehmer es vor, danach das Gespräch in einem Hülsmann-Doppeldeckerbus weiterzuführen.

Digitalisierung schreitet voran

Jörg Schneider (Weser-Ems-Bus), Karl Hülsmann jr. sowie Ewald Beelmann (ABE) nutzten die Gelegenheit, den ÖPNV in der Region stärker in das Bewusstsein zu bringen. Sie erinnerten an die Anfänge , gingen aber auch auf die immer stärker werdende Digitalisierung ein. Erfreut berichteten sie, dass mit der kostenlosen Smartphone-App VOS-Pilot die Nutzung des Nahverkehrs in der Region für die Fahrgäste noch praktischer und bequemer werde. Denn gerade in der kalten Jahreszeit sei es wichtig zu wissen, ob der Bus pünktlich an der Haltestelle sei. Um den Kunden demnächst auch verlässliche Echtzeitinformationen über sämtliche Verbindungen liefern zu können, seien die Busse mit neuer Technik versehen worden. Haltestellenanzeige und -ansagen sollen nicht nur Touristen die Orientierung während der Busfahrt erleichtern.

106 Sitzplätze im Doppeldecker

Dass sich die Qualität der Busse in den zurückliegenden Jahrzehnten deutlich verbessert hat, davon konnten sich die kommunalen Vertreter selbst überzeugen. Stehplätze sind auch heute zu Spitzenzeiten im Schülerverkehr zwar weiter erforderlich, aber wenn zum Beispiel ein Doppeldeckerbus mit 106 Sitzplätzen zum Einsatz kommt, ist dies ein erheblicher Vorteil gegenüber den Gelenkbussen. Nicht nur auf die Qualität der Busse werde geachtet, wie Schneider und Hülsmann jr. berichteten, sondern auch die Anforderungen an die Fahrer seien höher.

„Bei Eis und Schnee geht bei uns aber Sicherheit vor“, so Schneider, der darauf verwies, dass es gerade in der Erntezeit wegen der langsam fahrenden landwirtschaftlichen Maschinen auch schon einmal Probleme gebe. „Und wenn im Winter ein Pkw-Fahrer bei Schnee mit 15 Stundenkilometern vor dem Bus herfährt“, dann können wir auch nicht schneller!“

Keine „Geisterbusse“ unterwegs

Begeistert zeigte sich Hildegard Schwertmann-Nicolay von der Tatsache, dass seit einigen Wochen auch Voltlage an den Taktverkehr angeschlossen sei. Nicht nur für den Taktverkehr auf der Linie 610 (Fürstenau - Osnabrück), sondern auch für die weiteren Linien im Nordkreis und den Stadtverkehr Bramsche gab es Lob von den Politikern. Selbst aus Kettenkamp sei es möglich, per Bus und Bahn nach Osnabrück zu gelangen. Durch den Einsatz kleinerer Fahrzeuge gebe es auch „keine Geisterbusse mehr“, so Claus Peter Poppe. Schneider gab aber zu verstehen, dass es aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich sei, „jeden Hof an das Busnetz anzuschließen“.

 

Themen wie Barrierefreiheit, Fahrradtransport und gemeinsames Ticket für Bus und Bahn wurden ebenfalls in der Runde angerissen.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/976759/smartphone-app-hilft-auch-busnutzern-in-neuenkirchen