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Betrieb besteht seit 1955 - Voltlager Gärtnerei Winkeljohann ein echter Familienbetrieb

Im Advent herrscht Hochbetrieb in der Gärtnerei. Karin und Reinhard Winkeljohann kontrollieren das Wachstum von Weihnachtssternen. Foto: Elisabeth Schomaker

Voltlage. Beschaulich und besinnlich soll er sein, der Advent. Bei „Blumen Winkeljohann“ in Voltlage dagegen herrscht Hochbetrieb. „In den nächsten Wochen werden wir Stress haben“, sagt Inhaber Reinhard Winkeljohann.

Beschaulich und besinnlich soll er sein, der Advent. Bei „Blumen Winkeljohann“ in Voltlage dagegen herrscht zurzeit Hochbetrieb. „In den nächsten Wochen werden wir Stress haben“, sagt Inhaber Reinhard Winkeljohann. Der 61-jährige Gärtner kontrolliert im Gewächshaus das Wachstum Hunderter Weihnachtssterne. „Gerade ist das Geschäft mit Adventskränzen vorbei, jetzt suchen unsere Kunden Weihnachtssterne, Türkränze und andere winterliche Dekoration. Kurz vor den Feiertagen geht dann der Tannenbaum-Verkauf los.“

Betrieb besteht seit 1955

Den vorweihnachtlichen Trubel kennt Reinhard von klein auf. Seine Eltern gründeten die Gärtnerei 1955. Mit Ende 20 übernahm er den Betrieb. Auch seine Frau Heike stieg in das Geschäft mit ein und machte eine Ausbildung zur Floristin. Mittlerweile beschäftigt die Familie vier angestellte Floristinnen, besitzt eine zweite Filiale in Merzen und ein Firmengelände von rund 2000 Quadratmeter Gewächshaus. Dazu kommen fünf Hektar Freifläche, so viel wie sieben Fußballfelder.

Nach den Balkonpflanzen kommt das Gemüse

Von Januar bis Mitte Mai kultiviert die Gärtnerei Beet- und Balkonpflanzen. Nach der Saison werden die Gewächshäuser genutzt, um Gemüse anzupflanzen: Tomaten, Salatgurken, Karotten, Paprika, Kartoffeln und Schalotten. Der Renner aber sind Einlegegurken. „Die werden teilweise wochenlang vorbestellt“, erzählt Heike Winkeljohann. „Wenn wir ernten, rufen wir die Kunden an. Das Gemüse wird also nicht gelagert, sondern sofort verkauft. Deshalb ist es wirklich frisch.“ Auch auf dem Wochenmarkt in Bramsche gibt es das Gemüse zu kaufen. „Damit wir unsere Produkte frisch anbieten können, müssen wir täglich pflücken. Da kommt die Freizeit schon etwas zu kurz“, gibt Reinhard Winkeljohann zu.

Arbeitstage sind lang

Ein Tag in der Gärtnerei beginnt früh: Um 6.30 Uhr kommt der Schnittblumenwagen aus Holland, von dem die Winkeljohanns täglich frische Ware beziehen. Dann müssen die Blumen so schnell wie möglich angeschnitten und ins Wasser gestellt werden. In den Gewächshäusern steht die Pflege der anderen Pflanzen auf dem Programm: Gießen, düngen, Pflanzenschutz, Jungpflanzen ein- oder umtopfen, Stecklinge schneiden und, und, und. Dazu kommen Baumschularbeiten an Tannenbäumen und Heckenpflanzen. Irgendwann zwischen 18 und 20 Uhr endet der Arbeitstag.

Traumberuf für Tochter Karin

Für Tochter Karin ist es trotzdem ein Traumberuf: „Ich gehe voll darin auf“, sagt die 25-Jährige. Die gelernte Floristin und Gärtnerin wird den Familienbetrieb irgendwann übernehmen und in der dritten Generation weiterführen. Im Sommer hat sie die Meisterschule im Gartenbau abgeschlossen. „Mir gefällt, dass ich den gesamten Prozess erlebe: Man sät aus, pflegt die Pflanze und sieht, wie sie wächst. Schöne Fingernägel sind zwar passé, aber das ist es mir definitiv wert.“

13. Dezember 2017, 08:26 Uhr