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Pfarrer Detlef Perk in Neuenkirchen in sein Amt eingeführt - Nachfolger von Stephan Höne

„Es wäre ein großer Fehler zu kommen und zu sagen: Ich weiß Bescheid“, freut sich Detlef Perk auf neue Begegungen und wachsendes Vertrauen. Foto: Reinhard Fanslau

Neuenkirchen. Dechant Joachim Kieslich hat in einem feierlichen Gottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche den neuen leitenden Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Merzen-Neuenkirchen-Voltlage, Detlef Perk, in sein Amt eingeführt.

„Deine oberste Aufgabe ist das Lehren. Aber nicht als Oberlehrer oder etwa als einer, der die Menschen belehrt, sondern als einer, der sie die Botschaft Jesu lehrt.“ Diese Worte hat Dechant Joachim Kieslich Pfarrer Detlef Perk mit auf dessen Weg in die neue Gemeinde gegeben. Perk tritt damit die Nachfolge von Pfarrer Stephan Höne an. Wohl selten dürften so viele Emsländer in einer Kirche im Landkreis Osnabrück gewesen wie an diesem Sonntag: Viele katholische Christen aus seinen vorherigen Wirkungsstätten Sögel und Haselünne waren Detlef Perk gefolgt, um zu sehen, wohin es ihren Pfarrer verschlagen hat. Dass die Gefolgschaft so groß war, dürfte nicht nur auf seine seelsorgerische Tätigkeit zurückzuführen sein, sondern auch auf die sympathische Ausstrahlung des gebürtigen Emsländers. Diese übertrug sich auch von Anfang an auf die Mitwirkenden des Festgottesdienstes am Sonntag, der bei aller Ernsthaftigkeit stets harmonisch, freundlich und manchmal auch humorvoll verlief. Noch am Abend zuvor war der 40-Jährige bei einer Firmung in Haselünne zugegen. „Nun ist Detlef Perk bei Ihnen angekommen“, sagte Dechant Kieslich. Damit meinte er nicht nur die etwa 40 Kilometer räumliche Entfernung bis zu seiner neuen Stelle, sondern auch die anspruchsvollen Aufgaben, die auf ihn warten.

„Auch er kann sich nicht dreiteilen“

Kieslich dämpfte zunächst etwaige zu hohe Erwartungen an den neuen Oberhirten der Pfarreiengemeinschaft. „Er ist zwar ein Hüne von einem Mann, aber auch er kann sich nicht dreiteilen und überall sein“, sagte der Dechant mit Blick auf die Gesamtgröße und Mitgliederzahl der drei Pfarreien. Gleichzeitig machte der Dechant – direkt an den neuen Pfarrer gerichtet – Mut: „In den drei Gemeinden triffst du auf viele Menschen guten Willens, die Dir bei deinen neuen Leitungsaufgaben viel Freude bereiten werden.“ Ins selbe Horn stieß auch Neuenkirchens Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay: „Sie haben sich für eine sehr lebendige Gemeinde entschieden. Eine, in der die Zusammenarbeit zwischen politischer und kirchlicher Gemeinde besonders eng ist.“ Ein Grußwort sprach auch Pastor Michael Grimmsmann von der St. Marien Gemeinde Ueffeln. Genau wie Schwertmann-Nicolay war der Pastor der evangelischen Nachbargemeinde seinem katholischen Amtskollegen bis zum Einführungsgottesdienst noch nie persönlich begegnet. Die Samtgemeindebürgermeisterin hatte sich vorab in den sozialen Medien über den neuen Pfarrer informiert. So erfuhr sie, dass Perk Fan von Helene Fischer, der Band „Fettes Brot“ und Werder Bremen ist. Grimmsmann wiederum lud Perk nicht nur auf einen Kaffee, sondern auch in seine Kirche und zum nächsten Ueffelner Freibad-Gottesdienst ein. „Auch ich war lange Zeit, 17 Jahre, im Emsland tätig und kann ihnen sagen, dass Sie die berechtigte Hoffnung haben können, dass es Ihnen genau wie mir hier noch besser gefallen wird“, sagte der gebürtige Salzbergener. Proteste der anwesenden Emsländer gab es nicht. Denn gemeint dürfte das als Lob an den neuen Standort und nicht als Kritik am Emsland gewesen sein.

„Gehen Sie offen und ehrlich mit ihm um“

Dechant Kieslich appellierte noch einmal an die Gottesdienstbesucher. „Sie brauchen ihn nicht zu schonen. Gehen Sie offen und ehrlich mit ihm um.“ Seine Ansprache schloss er mit den an Perk gerichteten Worten: „Also, lieber Detlef, jetzt weißt Du über alles Bescheid“. Diesen Gedanken griff der neue Pfarrer auf: „Es wäre ein großer Fehler zu kommen und zu sagen: Ich weiß Bescheid. Ich bin hierhergekommen und will erst einmal schauen, was in den Gemeinden alles so los ist.“ Auf jeden Fall werde er Sorge dafür tragen, dass das Wort Gottes im alltäglichen Leben nicht in Vergessenheit gerate. Nach einer Stunde und 45 Minuten und dem Schlusslied „Großer Gott, wir loben dich“ endete der Einführungsgottesdienst in der St. Laurentius Kirche. Anschließend fand im Saal Haarmeyer ein Empfang für den neuen Pfarrer statt.

Ein Artikel von Reinhard Fanslau / Bersenbrücker Kreisblatt

6. Februar 2018, 11:24 Uhr