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Für zwei Euro erhältlich - Notfalldose ab sofort in Neuenkirchener Kühlschränken

Die Notfalldosen überreichten Hildegard Schwertmann-Nicolay (rechts) und Uwe Hummert vom Büro für Jugend, Ehrenamt und Senioren an die Kontaktpersonen der „Kleinen Hilfen“, Marlis Hommann (Neuenkirchen, links) sowie (sitzend) Gerhard Kümmel (Merzen) und Maria Hüls (Voltlage). Foto: Samtgemeinde Neuenkirchen.

Neuenkirchen. Die sogenannte Notfalldose wird nunmehr auch in der Samtgemeinde Neuenkirchen eingeführt. Insbesondere ältere und allein lebende Menschen profitieren davon.

Wie schnell ist es passiert? Ein Sturz, akute Herz-Kreislauf-Probleme oder im schlimmsten Fall selbst nicht mehr ansprechbar. Der Notarzt wird gerufen, und mit dem Eintreffen der Rettungskräfte muss alles sehr schnell gehen. Wichtige Fragen sind zu klären: Welche Vorerkrankungen oder Allergien gibt es? Welche Medikamente sind regelmäßig einzunehmen? Wer ist im Notfall Ansprechpartner? Wer muss noch verständigt werden? Was geschieht mit dem Haustier?

Gut sichtbar unterbringen

Alles wichtige Fragen, die ein Patient im Notfall möglicherweise nicht mehr selbst beantworten kann. Wie kommen Rettungskräfte und Ärzte im Notfall also an wichtige Informationen, wenn jede Sekunde zählt? Die inzwischen in ganz Deutschland verbreitete Notfalldose wird gut sichtbar in die Tür des Kühlschranks gestellt. Dieser Ort hat sich bewährt, da jeder Haushalt über einen Kühlschrank verfügt. Auf den Kühlschrank und die Innenseite der Haustür kommt ein Aufkleber mit einem entsprechenden Hinweis, damit die Helfer wissen, dass eine Notfalldose vorhanden ist. Somit sind alle medizinischen und persönlichen Daten sofort griffbereit.

Relevante Daten

Insbesondere ältere und alleinlebende Menschen profitieren davon. Die Notfalldose enthält ein Datenblatt, auf dem für einen Notfall relevante medizinische Daten eingetragen werden können, damit die Rettungskräfte im Ernstfall die notwendigen Informationen gebündelt vorfinden.

Diese Notfalldosen wurden nun durch Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay und Uwe Hummert vom Büro für Jugend, Ehrenamt und Senioren an die Kontaktpersonen der „Kleinen Hilfen“ der drei Mitgliedsgemeinden Gerhard Kümmel (Merzen), Marlis Hommann (Neuenkirchen) und Maria Hüls (Voltlage), überreicht. Hildegard Schwertmann-Nicolay wünscht sich ein erfolgreiches Gelingen und Umsetzen dieser Aktion und erklärt, dass es natürlich wichtig sei, das Datenblatt in der Notfalldose inhaltlich aktuell zu halten. Arztberichte und Medikamentenpläne sollten ebenfalls so aufbewahrt werden, dass sie im Notfall schnell zur Hand sind

Wo sind die Medikamente?

Im Inneren der Notfalldose befindet sich das Notfall-Infoblatt mit persönlichen Angaben wie Name und Anschrift, Nationalität und Muttersprache, Religionszugehörigkeit, zuständige Krankenkasse und Krankenversicherungsnummer sowie die Blutgruppe. Der zweite Abschnitt des Infoblatts widmet sich den Vorerkrankungen, bekannten Diagnosen und Medikamenteneinnahmen. Weiter ist vermerkt, wo die Medikamente in der Wohnung aufbewahrt werden, und es gibt Angaben zum Hausarzt sowie gegebenenfalls Pflegedienst und Patientenverfügung.

Notfallmappe erhältlich

Diese für Rettungskräfte wichtigen Informationen können im Ernstfall Leben retten. Die leichte, bruchsichere Kunststoffdose gibt es nun auch in der Samtgemeinde Neuenkirchen. Die Notfalldose ist für zwei Euro in den Bürgerbüros der Samtgemeinde in den drei Mitgliedsgemeinden und der Drehscheibe in Neuenkirchen erhältlich. Eine sinnvolle Ergänzung zur Notfalldose stellt die Notfallmappe dar, die ebenfalls in den Bürgerbüros zu erwerben ist.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/1028604/notfalldose-ab-sofort-in-neuenkirchener-kuehlschraenken

 

2. März 2018, 12:16 Uhr