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Minister Althusmann überreicht Förderbescheid über fünf Millionen Euro für schnelles Internet im Nordkreis

Schnelles Internet für Plaggenschale: Über den Förderbescheid in Höhe von fünf Millionen Euro freuen sich im Gasthaus Gerbus Christian Ohlms (von links, innogy), Merzens Bürgermeister Gregor Schröder, Landrat Michael Lübbersmann, Christian Calderone (MdL), Minister Bernd Althusmann, Dirk Holtgrewe (TELKOS) und Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay. Foto: Uwe Lewandowski/Landkreis Osnabrück

Merzen. Plaggenschale geht auf die Überholspur der Datenautobahn: Mit einem Förderbescheid über fünf Millionen Euro hat Bernd Althusmann, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit und Digitalisierung, jetzt den Breitbandausbau im Merzener Ortsteil gestartet. „Schnelles Internet ist Grundvoraussetzung für die digitale Transformation Niedersachsens – gerade auch außerhalb der Großstädte und Ballungsräume. Diese Landesregierung hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Schnelles Internet für alle Haushalte in Niedersachsen bis 2025 und schon Ende 2021 flächendeckend im 4G-Mobilfunkstandard. Der Netzausbau hier im Landkreis Osnabrück ist ein wichtiger Schritt, um dies zu erreichen“, sagte Althusmann.

Landrat Michael Lübbersmann nutzte den Startschuss, um die Bedeutung des weiteren Ausbau des Breitbandes gerade im ländlichen Raum zu betonen: „Für die Menschen und für die Wirtschaft ist schnelles Netz mindestens so wichtig wie gute Straßen.“

Erster Nutznießer der schnellen Verbindung wird in Plaggenschale das Gasthaus Gerbus sein, von dessen neuem Anschluss sich Althusmann und Lübbersmann vor Ort überzeugen konnten. Für die anderen Anschlüsse in Plaggenschale seien noch Restarbeiten notwendig, die Haushalte könnten aber im Laufe des März ebenfalls ans schnelle Netz gehen, so Lübbersmann.

Im Landkreis Osnabrück seien die Ortskerne in aller Regel von den Telekommunikationsanbietern gut versorgt, sagte Lübbersmann. In den zersiedelten Außenbereichen und die kleinen Bauerschaften werde das Netz jedoch häufig schlecht. Hier springe der Landkreis mit seinem Tochterunternehmen TELKOS ein, das in der ersten Ausbaustufe 120 Kabelverteiler ausbaue und dadurch mehr als 13.000 Haushalte zu einer schnelleren Verbindung ins Internet verhelfe, so der Landrat.

Die TELKOS werde in der zweiten Ausbaustufe weitere rund 500 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Dabei diene das bereits in der ersten Ausbaustufe gebaute Netz als eine Art Kabelbaum, von dem aus mit weiteren Verästelungen weitere mehr als 3.600 Adressen mit direktem Glasfaseranschluss versorgt werden könnten, führte Lübbersmann aus. Und Minister Althusmann ergänzte: „Die Aktivitäten des Landkreises Osnabrück beim Breitbandausbau sind beispielhaft. Ich freue mich sehr, diese Anstrengungen durch die Übergabe dieses Förderbescheides über fünf Millionen Euro unterstützen zu können.“

Partner des Breitbandausbaus der ersten Ausbaustufe ist die innogy SE. Sie baut für das Breitbandnetz die Daten- und Informationstechnik und übernimmt nach Fertigstellung auch den Betrieb des Netzes. „Es freut mich, dass wir bei diesem geförderten Projekt partnerschaftlich mit dem Landkreis Osnabrück zusammenarbeiten“, so Christian Ohlms, Bereichsvorstand Finanzen der Sparte Netz und Infrastruktur bei der innogy. „Als Partner der Kommunen treibt innogy den Breitbandausbau vor allem im ländlichen Raum voran. In Deutschland haben wir bereits mehr als 20.000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Damit konnten wir mehr als 300 Gemeinden und über eine Million Einwohner an das schnelle Internet anschließen. Durch den Einsatz moderner Technologien werden Download-Geschwindigkeiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde möglich sein.“

 Quelle: Landkreis Osnabrück / Uwe Lewandowski

22. Februar 2019, 11:32 Uhr