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40 Jahre Merzener Laienbühne - Immer wieder Theater mit Birgitt Lammers in Merzen

Besprechung mit „Chefchen“: Souffleuse Marion Weiß, Regisseur Georg Weglage, Gabi Heile und Birgitt Lammers (von links) besprechen Passagen aus „En Macho lehrt dat Schmusen“.Foto: Josef Pohl

Merzen. „En Macho lehrt dat Schmusen“ heißt das plattdeutsche Stück, das die Merzener Theatermakers ab Februar 2018 auf die Bühne bringen. Zu den Darstellerinnen gehört auch dieses Mal wieder Birgitt Lammers, die auch schon vor 40 Jahren zum Ensemble zählte.

Merzen. „We hät, de hät“, kommt, wie aus der Pistole geschossen, die Antwort auf die Frage, wie denn das erst Theaterstück hieß, dass sie, damals noch mit der Landjugend, auf den Bühnenbrettern im Saal Maasmann dem Merzener Publikum präsentierte.

Bühnenpremiere mit 17 Jahren

Mit 17 Jahren feierte sie Bühnenpremiere, animiert von ihrem mittlerweile verstorbenen Vater Werner und Mutter Anni, die nunmehr mit 90 Lebensjahren zumindest noch als Zuschauerin bei der Kaffeevorstellung die Aufführungen der Theatermakers verfolgt.

Seit 40 Jahren dabei

Und vom Inhalt des Stückes weiß Birgitt Lammers auch noch einiges zu berichten. Sie spielte eine Bauersfrau und es ging um viel Geld, das verschwunden war. Mit dabei waren vor 40 Jahren auch schon Georg Weglage, der seit 1992 die Stelle von Regisseur Augustinus Glins eingenommen hat, und – nicht zuletzt – Gabi Heile.

Sprechen ist einfacher

Die plattdeutsche Sprache beherrschte die junge Merzenerin damals noch nicht und auch heute ist es nicht so einfach, die Bühnenbücher zu lesen, denn Plattdeutsch und Plattdeutsch ist von Dorf zu Dorf unterschiedlich. Und da wundert es nicht, dass Birgitt Lammers, das eine oder andere Wort in ihrem Manuskript für den nächsten Auftritt durchgestrichen hat und durch eine in der Region gängige Variante ersetzt hat.

Kurzfristiger Rollentausch

Eine Vorauswahl der Theaterstücke trifft Georg Weglage, doch zusammen entscheidet das Ensemble, welches am Ende gespielt wird. Und für die Besetzung der einzelnen Rollen ist auch „Chefchen“ zuständig, wie die Merzener Laiendarsteller ihren Regisseur liebevoll nennen. Mitunter ändern aber die Akteure eigenmächtig die Besetzungsliste, so wie dieses Mal Gabi Heile und Birgitt Lammers. Die Rolle der Erbtante Wilhelmine spielt nun Birgitt Lammers. Und dafür lernt sie schon seit Wochen fleißig ihren Text, der in der Küche auf dem Tisch liegt. Im Saal Maassmann wird zudem schon länger fleißig geprobt, damit bis zur Premiere am 18. Februar alles sitzt. „Früher sind wir erst in der Maske verschwunden, um ein paar Falten zu machen“, verweist die 57-Jährige humorvoll darauf, dass diese mittlerweile Natur seien. Und auf die Frage nach einem Engagement ihres Gatten auf der Bühne, heißt es: „Dem reicht das Theater zuhause“.

Zwischendurch vier Kinder

In drei Spielzeiten musste die Laiendarstellerin passen, einmal wegen eines Todesfalls in der Familie, zweimal wegen Schwangerschaft. Zwei weitere Mutterfreuden lagen so günstig, dass die Bühnenauftritte deswegen nicht zurückstehen mussten. Und zur Freude der stolzen Mutter hat auch Tochter Maren sich vom Theatervirus anstecken lassen: „Ich habe gleich gedacht, die macht das wohl“.

Auftritt in Hahnenmoor zum Abschluss

Sie berichtet von viel Pläsier vor den Auftritten. Nicht missen möchte sie und ihre Mitstreiter die Auftritte in Hahnenmoor, die sie vor Jahren als Angestellte der Raiffeisenbank Nortrup über einen Kollegen knüpfte. Das ist immer ein gelungener Abschluss der Theatersaison.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/1008498/immer-wieder-theater-mit-birgitt-lammers-in-merzen#gallery&0&0&1008498

 

20. Januar 2018, 12:54 Uhr