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So funktioniert die Kinder-Notfallbetreuung

Nur bestimmte Berufsgruppen haben Anspruch

16.03.2020 

Ab heute bleiben die Schulen und Kitas geschlossen. Städte und Gemeinden bieten eine Notfallbetreuung für Kinder an, die bestimmten Berufsgruppen vorbehalten ist.

Die Notfallbetreuung umfasst nach Angaben von Stadt und Landkreis Osnabrück alle Angebote in Kindertagesstätten (Krippen, altersübergreifende Gruppen, Kindergartengruppen und integrative Gruppen, Horte und Kooperative Horte) sowie in der Kindertagespflege und wird zu den regulären Öffnungszeiten angeboten.

An den Schulen, die die Klassen 1 bis 8 abdecken, gibt es eine Notfallbetreuung in der Zeit von 8 bis 13 Uhr. Informationen hierzu erteilt die Schulleitung oder der Schulträger vor Ort. Mittagessen sind nicht vorgesehen, wie das Landeskultusministerium auf seiner Website mitteilt.

Wer kann die Notbetreuung nutzen? Zu den Berufsgruppen, die die Notbetreuung in Anspruch nehmen können, gehören:

- Beschäftigte im Gesundheitsbereich, medizinischen Bereich, pflegerischen Bereich (Altenhilfe, stationäre Eingliederungshilfe, stationäre Jugendhilfe),

- Beschäftigte im Bereich der Polizei, des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes und der Feuerwehr ,

- Beschäftigte im Vollzugsbereich einschließlich Jugendvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbaren Bereichen,

- Beschäftigte im Bereich zur Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen.

Die Notfallbetreuung kann nur in Anspruch genommen werden, wenn beide Elternteile den aufgeführten Berufsgruppen angehören, oder von Alleinerziehenden, die in den entsprechenden Berufen arbeiten. Laut dem Landeskultusministerium können auch „besondere Härtefälle“ für die Notfallbetreuung infrage kommen, also wenn den Eltern sonst Kündigungen oder erhebliche Verdienstausfälle drohen.

Muss man sich anmelden? Damit geprüft werden kann, ob ein Anspruch besteht, gibt es Formblätter für Kita-Kinder und Schulkinder der Klassen 1 bis 8. Dieses müssen die Eltern ausfüllen und zu den Einrichtungen mitbringen.

Die Einrichtungsleitung oder die Kindertagespflegeperson ist dafür verantwortlich, vor Betreuungsbeginn festzustellen, ob für das Kind oder die Kinder die Voraussetzungen für die Notbetreuung vorliegen. Nur wenn die Voraussetzungen erfüllt werden, kann eine Betreuung erfolgen.

Wie können die Kinder zur Notfallbetreuung kommen? Derzeit fahren keine Schulbusse, der reguläre ÖPNV jedoch schon. Eltern dürfen die Schulen weiterhin betreten, Kontakte sollen aber „auf das nötigste Maß“ reduziert werden, wie das Landeskultusministerium mitteilt.

Was ist mit dem Personal? Eine Freistellung der Beschäftigten in Tageseinrichtungen und Schulen ist laut Landkreis zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen. An den Schulen sollen grundsätzlich möglichst wenige Aktivitäten stattfinden, wie das Landeskultusministerium ergänzt. Stattdessen wird für Home-Office geworben. Das entscheidet aber die jeweilige Schulleitung.

Wer hilft bei Fragen weiter? Erster Ansprechpartner in Sachen Notfallbetreuung ist für Eltern und Schulen die Regionalabteilung Osnabrück der niedersächsischen Landesschulbehörde. Sie ist zu erreichen unter der Nummer 0541 77046444 oder per E-Mail an service-os@nlschb.niedersachsen.de.

Für medizinische Fragen: Bürgertelefon (0541 5011111), montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende von 9 bis 13 Uhr.

 

Antrag auf Notbetreuung (Kindertagesstätte, Hort, Tagespflegestelle)

Antrag auf Notbetreuung (Schule)

Antrag auf Notbetreuung (Kindertagesstätte und Krippe)

 

Aktuelle Infos zur Notfallbetreuung für Kinder finden Sie  hier.