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Gesundheitsverwaltung im Kreishaus stark gefordert: 

Krisenstab erlässt Handlungsempfehlung für Beschäftigte

 07.04.2020

Derzeit sind im Kreishaus Osnabrück sechs laborbestätigte Covid-19-Fälle bekannt. Der Krisenstab vom Landkreis Osnabrück reagiert darauf mit einer Handlungsanweisung. Diese beinhaltet Verhaltensregeln für die Beschäftigten. Der Landkreis hat den Handlungsleitfaden auch auf der eigenen Homepage veröffentlicht. So können sich Firmen aber auch andere Einrichtungen und Institutionen Anregungen für eigene Regelungen holen.

 

„Uns liegt der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr am Herzen. Zugleich müssen wir in dieser Krisensituation gerade in den systemrelevanten Bereichen auch die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung im Auge behalten“, betont Landrätin Anna Kebschull. Dies ist der Hintergrund für das Ablaufschema für Führungskräfte und Mitarbeitende, wenn ein Corona-Verdacht gegeben ist.

Aktuell steigen viele Firmen und Verwaltungen auf Homeoffice um. Auch im Osnabrücker Kreishaus gilt die Devise: Wenn möglich, soll von zu Hause gearbeitet werden. Doch das geht nicht in allen Bereichen, denn die Pandemie fordert gerade den Gesundheitsdienst extrem. Wenn die Meldungen zu infizierten Patienten ankommen, gilt es schnell zu handeln. Mögliche Kontaktpersonen müssen ermittelt und die notwendigen Quarantäneverfügungen erlassen werden.

Zudem wurde im Kreishaus ein Krisenstab einberufen, der sich im Schichtdienst um die Organisation und Abwicklung der zahlreichen Aufgaben kümmert. Eine spezielle Corona-Hotline und ein Bürgertelefon beantworten die Anfragen aus der Bevölkerung. Auch für Fragen aus der Wirtschaft wurden spezielle Beratungsangebote geschaffen. Derzeit sind mehr als 300 Beschäftigte im Kreishaus rund um das Thema Corona im Einsatz. Und ein Ende ist derzeit noch nicht absehbar.

Nach dem jetzt veröffentlichen Handlungsleitfaden werden die Verdachtsfälle zunächst in zwei Kategorien eingeteilt. In der Kategorie 1 gab es einen direkten mindestens 15-minütigen Kontakt zwischen den Kollegen, während alle gelegentlichen Kontakte in Kategorie 2 eingestuft werden. Differenziert wird dann weiterhin danach, ob eine Anwesenheit im Kreishaus zwingend erforderlich ist oder ob die Aufgaben auch im Homeoffice erledigt werden können. Daraus ergeben sich dann die weiteren Vorgaben. So gelten etwa erhöhte Sicherheitsanforderungen wie das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, die Unterbringung in Einzelbüros oder strengere Hygieneregeln. Auch eine häusliche Absonderung ist vorgesehen. Einschränkungen gibt es für die Nutzung von Bus und Bahn oder Fahrgemeinschaften. Weiterhin enthält der Leitfaden Regelungen zu den Meldewegen innerhalb der Verwaltung.

Der Handlungsleitfaden ist einsehbar unter www.landkreis-osnabrueck.de.

Quelle: Landkreis Osnabrück