Willkommen bei der Samtgemeinde Neuenkirchen... Anmelden Registrieren

AUFGABEN

Was macht eigentlich eine Gleichstellungsbeauftragte? Die Gleichstellungsberauftragte ...
  • setzt sich auf kommunaler Ebene für die im Grundgesetz verankerte Gleichstellung ein und arbeitet mit lokalen Organisationen, Gruppen und Verbänden zusammen, um bestehende Nachteile aufzudecken, Lösungsvorschläge und Maßnahmen zu entwickeln und um die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebens- und Arbeitsbereichen zu fördern.
  • gibt Frauen und Männern vertrauliche Unterstützung bei der Vermittlung von Beratungs- und Hilfeangeboten.
  • ist Ansprechpartnerin bei Fragen, Anregungen und Beschwerden im Zusammenhang mit Gleichstellungsfragen.
  • begleitet innerhalb der eigenen Verwaltung die Umsetzung von gleichen Beschäftigungs- und Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen und Männer.
  • weist auf bestehende Defizite bei der Gleichstellung von Frauen hin und unterstützt sie bei der Wahrnehmung ihrer Rechte.
  • unterstützt bei der Förderung „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und des Wiedereinstiegs in den Beruf.
  • erarbeitet Vorschläge und Ideen zur Verbesserung der Situation von Frauen und initiiert hierzu konkrete Projekte und Maßnahmen.
  • arbeitet mit Frauengruppen und Verbänden zusammen.

AKTUELLER GLEICHSTELLUNGSBERICHT 2016-2018

Vorwort der Samtgemeindebürgermeisterin

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Interessierte,

der vorliegende Bericht ist der erste Gleichstellungsbericht der Samtgemeinde Neuenkirchen. Die Debatten um das Thema der Gleichberechtigung sind vielfältig: Wie viel haben wir schon erreicht und ist das Erreichte gut genug? Was bringen die gesellschaftlichen Entwicklungen für die Gleichstellung mit sich? Was machen kommunale Gleichstellungsbeauftragte heute eigentlich noch?

Es macht Sinn, Zusammenhängen wie diesen nicht nur übergeordnet nachzugehen. Die Kommunen sind als die Umsetzungsebene der Gleichberechtigung identifiziert und beauftragt. Hier passiert der Alltag der Menschen, für den durch Politik und Verwaltung die Rahmenbedingungen vor Ort geschaffen werden. Diesem Auftrag kommen wir in der Samtgemeinde Neuenkirchen nach.

Es ist unser Ziel, kontinuierlich und nachhaltig an gleichen Verwirklichungschancen für Männer und Frauen zu arbeiten – darauf unser Verwaltungshandeln zu überprüfen, die notwendigen Rahmenbedingungen entsprechend zu gestalten und die Menschen mit ihren Bedürfnissen, in Anerkennung der unterschiedlichen Lebensentwürfe in den Mittelpunkt zu stellen.

Daher bin ich froh, dass uns mit diesem Bericht nun eine erste Zusammenführung für die Perspektive der Gleichberechtigung in der Samtgemeinde Neuenkirchen gelungen ist. Als erster Schritt ist der Bericht selbst ein starkes Signal, wie ernst wir diese Zielsetzungen nehmen möchten und wie wichtig es uns ist, dazu Transparenz herzustellen.

Die Fachbereiche haben gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Vorgehen und Handlungsfelder erörtert und beschrieben. Das Ergebnis – an dem sichtbar wird, wo und in welcher Form Gleichstellungsrelevanz in unserer Tätigkeit berücksichtigt wird – drückt die Bedeutung aus, die gleichstellungspolitischen Fragen in der Verwaltungsarbeit, in der Arbeit der Politik und in der externen Öffentlichkeit in der Samtgemeinde Neuenkirchen eingeräumt wird.

Der Bericht macht Maßnahmen der Gleichstellung sichtbar, wie sie in der alltäglichen Arbeit der Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter Einfluss finden. Er identifiziert Routinen, die Wirkungen zeigen. Aber er stellt auch heraus, woran wir weiterarbeiten müssen, um unseren und den gesellschaftlichen Zielen der Gleichberechtigung weiter näher zu kommen.

Wir – Politik und Verwaltung der Samtgemeinde Neuenkirchen – sind von den Zielen der Gleichberechtigung überzeugt und werden uns weiterhin mit Nachdruck für deren Erreichung einsetzen.

Hildegard Schwertmann-Nicolay, Samtgemeindebürgermeisterin

Resümee und Ausblick

Der vorliegende Bericht ist der erste Gleichstellungsbericht der Samtgemeinde Neuenkirchen. Ein Gleichstellungsbericht ist ein Instrument der Gleichstellungsarbeit, der Transparenz für Entwicklungen, Bedarfe und Themen schaffen soll. Es war somit ein wichtiger Schritt für die Samtgemeinde, gemeinsam an diesem Bericht zu arbeiten und auch für eine Fortschreibung im kommenden Berichtszeitraum, der Frage der Gleichstellungsrelevanz verbindlich nachgehen zu können. Der entstandene Austausch mit den Fachbereichen ist als positiv zu bewerten. Die Verwaltungsleitung unterstützt den Anspruch, den das Gesetz an die Kommunen stellt, sodass als kleine Gemeinde mit einer ehrenamtlichen Besetzung der Gleichstellungsstelle eine Grundlagenarbeit für die Gleichstellung in der Samtgemeinde Neuenkirchen geschaffen werden konnte.

Die in Kapitel 3 (à Kapitel 3) beschriebenen Strukturdaten versuchen ebenso erstmals Anknüpfungspunkten für die Gleichstellungarbeit nachzugehen, um Bedarfslagen und erwartbare Entwicklungen greifbar zu machen und zu begründen. Es handelt sich dabei zunächst nur um generelle Betrachtungen. Eine weitere Aufbereitung könnte im Kontext spezifischer Aufgabenstellungen Zusammenhängen nachgehen und sollte die vorhandenen Ressourcen verhältnismäßig beanspruchen. Jedoch kann die fokussierte Einbeziehung von Daten an der richtigen Stelle für die Abwägung von Handlungsfeldern und Maßnahmen auf für die Gleichstellungsarbeit sinnvoll sein.

An den Berichtsteilen aus den Fachbereichen (à Kapitel 4.3) lässt sich erkennen, in welchem Maße Gleichstellung als ein Querschnittsthema anzusehen ist, in dem eine Gleichstellungsbeauftragte intern wie extern Impulse setzen kann. Effekte ergeben und verstärken sich allerdings in einem Zusammenspiel von Beeinflussungsfaktoren auf den unterschiedlichsten Ebenen.

In einer fortwährenden Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entwicklungen und den gleichstellungsspezifischen Aufträgen wird in der Samtgemeinde der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben grundsätzlich versucht, im Rahmen der gegebenen Strukturen, bestmöglich nachzukommen. Die Handelnden der Fachbereiche diskutieren und erkennen Gleichstellungsrelevanz, sie leiten gezielte Maßnahmen ein. Es wird auch deutlich, dass die Handlungsrelevanz für gleichstellungspolitische Maßnahmen nicht immer einfach abzuwägen ist. Hier wäre es eine gemeinsame Herausforderung für die Verwaltung und die Gleichstellungsbeauftragte, den mit diesem Bericht verstärkten Diskurs nicht abreißen zu lassen und sich über ein Vorgehen regelmäßig und frühzeitig zu verständigen. Die Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten in bestimmten Handlungsfeldern sollte die Entscheidungsgrundlagen in einem Sinne erweitern, wie sie nicht nur die Vorgehensweise zielorientiert unterstützt, sondern auch den gesetzlichen Vorgaben in einem verbindlicheren Rahmen entspricht.

Dies kann insbesondere auch dort angebracht sein, wo in einzelnen Fachbereichen die Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Gleichstellung für diesen Bericht nicht beschreibbar sind.

Sichtbar wird auch, dass das Leitbild „Familiengerechte Kommune“ für gleichstellungsrelevante Perspektiven eine Klammer bilden konnte.

Es stellt sich über alle Fachbereiche hinweg weiterhin die Aufgabe, sich über die Ziele und Ansprüche der Gleichstellung zu verständigen, wie sie für die Samtgemeinden Neuenkirchen Gültigkeit haben sollen und mit welchen Maßnahmen sich deren Umsetzung aktiv und bewusst unterstützen lässt..

Ebenso können aus dem Bericht auch für den Personalbereich der Verwaltung (à Kapitel 3.5) Anknüpfungspunkte gefunden werden, die über die bereits behandelten oder angestrebten Maßnahmen hinausgehen. Der Diskurs über Grundsätze der Personalpolitik wurde in Teilen bereits über den aktuellen Prozess der Organisationsentwicklung angestoßen. Darin sind beispielsweise Führungsaufgaben und -verständnis ausformuliert worden und Führen in Teilzeit sowie Entwicklungsmöglichkeiten für Beschäftigte rücken in den Fokus. Wie die Verwaltung als attraktiver, moderner Arbeitsgeber glaubhaft nach innen und außen auftreten kann und sich auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet, wären Fragen, die auch auf die Bereiche „Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf“ sowie „Chancengleichheit“ Auswirkungen haben. Auf Basis der bisher zugänglichen Personaldatenbetrachtungen bleibt es scheinbar wichtig, über die Konsequenzen von Mini-Jobs zu informieren, an der Auflösung von Stereotypen mitzuwirken und über die ganz unterschiedlichen Ansprüche nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz gleichberechtigt zu informieren und diese entsprechend zu regeln. Zielformulierungen können mit dem Instrument des Gleichstellungsplans unterstützt werden.

Es ist ersichtlich, dass der Anteil der Frauen in den Räten der Samtgemeinde niedrig ist – zu niedrig um eine gleichberechtigte Repräsentanz der weiblichen Perspektive in allen Gremien und Ausschüssen zu gewährleisten (à 3.3). Dabei wäre es als ein Gewinn für die Kommune und die Verwaltung anzusehen, wenn mehr Frauen Aufgaben in politischen Ämtern und in Entscheidungs- und Lenkungsgremien übernehmen würden. Es bleibt für alle Beteiligten eine Aufgabe, die entsprechenden Repräsentanzen zu ermöglichen und dringend die Weichen für die kommende Kommunalwahl zu stellen.

Durch eine effektive Zusammenarbeit – mit der Unterstützung von Verwaltung und Politik, aber auch durch die Mitwirkung von anderen Netzwerken und Kooperationspartnern – kann vor Ort gemeinschaftlich ein wichtiger Beitrag zu gleichen Verwirklichungschancen und zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern geleistet werden.

Inhaltsangabe

  1. Vorwort der Samtgemeindebürgermeisterin
  2. Rechtliche Grundlage
  3. Samtgemeinde Neuenkirchen
    • Gemeindestruktur
    • Einwohnerinnen und Einwohner
    • Beteiligungsstruktur der Räte
    • Zur Bedeutung der Geschlechterverteilung in politischen Gremien
    • Personalstruktur der Verwaltung
    • Zur Bedeutung der Gleichstellung in der Personalpolitik der Verwaltung
  4. Maßnahmen der Verwaltung zur Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern
    • Aufbau der Verwaltung
    • Führungsaufgaben
    • Fachaufgaben der Fachbereiche
      • Fachbereich I
      • Fachbereich II
      • Fachbereich III
      • Fachbereich IV
  1. Bericht der Gleichstellungsbeauftragten
    • Ausstattung des Gleichstellungsbüros
    • Beschreibung und Bewertung der Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik
    • Interne Maßnahmen der Gleichstellungsbeauftragten
    • Externe Maßnahmen der Gleichstellungsbeauftragten
  2. Resümee und Ausblick

 

Download Bericht: PDF (0,5 MB)

 

 

KONTAKT

Gleichstellungsbeauftragte in der Samtgemeinde Neuenkirchen
Stefanie Meier-Pohlmann

05465/201-53

gleichstellung@neuenkirchen-os.de

<< ZURÜCK