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Begleitdienste sind besonders gefragt - "Kleine Hilfen“: 1015-mal im Einsatz seit 2013

Neuenkirchen Die „Kleinen Hilfen“ in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage sind seit ihrem Start am 1. November 2013 bis Ende vergangenen Jahres 1015-mal in Anspruch genommen worden. Das geht aus einer Erhebung der Samtgemeinde Neuenkirchen hervor. Besonders gefragt sind bei dieser Nachbarschaftshilfe die Begleitdienste mit und ohne Fahrten sowie die Hilfen in Haushalt und Garten.

Die „Kleinen Hilfen“, mit der die Nachbarschaftshilfe in der Samtgemeinde Neuenkirchen seit mehr als sechs Jahren eine Renaisscance erlebt, sind im Zuge des Modellprojektes „Wohnen mit Zukunft in der Samtgemeinde Neuenkirchen“ entwickelt worden. Ziel des im Jahr 2012 vom Landkreis Osnabrück angestoßenen Diskussionsprozesses war die Frage, wie es Einwohnern ermöglicht werden könne, so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden zu leben. Ein wichtiges Glied in der Unterstützungs- und Versorgungskette ist das Angebot der „Kleinen Hilfen“, die es seit November 2013 in den Gemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage gibt.

Das Angebot der „Kleinen Hilfen“ ist wörtlich zu nehmen: Es dreht sich um „Alltäglichkeiten“, die unter dem Begriff Nachbarschaftshilfe laufen, für die jedoch eine kleine Aufwandsentschädigung zu zahlen ist. Das Angebot ist ausdrücklich keine Konkurrenz zu Dienstleistern oder Handwerksbetrieben. In den drei Gemeinden gibt es Ehrenamtliche, die sich bereit erklären, (nicht nur) älteren und hilfsbedürftigen Menschen bei Bedarf zur Hand zu gehen: Sie rücken Möbel, wechseln Glühbirnen aus, reinigen die Dachrinne, putzen die Fenster oder übernehmen Fahr- und Begleitdienste.

Ein Blick in die Zahlen macht deutlich, dass das Angebot seit dem Start immer stärker nachgefragt wird. Ende 2014 waren es 187 Einsätze, fast genauso viele waren es ein Jahr später (186). Im Jahr 2016 nahmen die Helferkreise in den Gemeinden 213 Aufträge entgegen, Ende 2017 waren es 236, 2018 wurden insgesamt 193 Anliegen erledigt.

In Merzen verzeichneten die „Keinen Hilfen“ seit November 2013 insgesamt 308 Einsätze. Die Begleitdienste – nahezu 170 – werden besonders in Anspruch genommen, gefolgt von den Hilfen in Garten und Haushalt. Ähnlich sieht es in Neuenkirchen aus: 264-mal wurde der Begleitdienst angefordert, 254-mal eine Unterstützung in Haushalt und Garten erledigt. Die Gesamtzahl der Einsätze lag Ende 2018 bei 529. Auch in Voltlage werden die Begleitdienste (149) gut nachgefragt, 29-mal führten die Helfer Arbeiten in Haushalt und Garten aus. In Voltlage gibt es eine Besonderheit: Schon vor den „Kleinen Hilfen“ existierte dort ein Kreis ehrenamtlich Tätiger, die ältere Mitbürger besuchen. 260 Besuchsdienste kommen zu den 178 Einsätzen hinzu.

Jede Mitgliedsgemeinde besitzt eine Anlaufstelle für Senioren, die sich längst als Treffpunkte für Senioren einen Namen gemacht haben. In Neuenkirchen und Voltlage ist sie jeweils im Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde untergebracht, in Merzen neuerdings im Gemeinschaftshaus St. Franziskus. Auch hier sind es Ehrenamtliche, die das Programm zusammenstellen. 564 Veranstaltungen gab es bisher, besonders gut kommen überall Spiel-, Sing- und Klönnachmittage an. Außerdem gehören Seniorenfahrten, Besichtigungen und Ausflüge zum Programm.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://neueosnabruckerzeitung.e-pages.pub/titles/neueosnabruckerzeitung/9480/publications/6029/articles/891761/15/6

 

24. April 2019, 20:24 Uhr