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Für mehr Lebensqualität Startschuss für Modellprojekt Drehscheibe in Neuenkirchen

Das obligatorische Band am Eingang der Drehscheibe durchschnitt Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay. Hilfestellung leisteten (von links) der Bundestagsabgeordnete Rainer Spiering, Pfarrer Stephan Höne, Landtagsabgeordneter Christian Calderone, Astrid Rausch, Landrat Michael Lübbersmann, Fachbereichsleiterin Ruth Klaus-Karwisch, Bundestagsabgeordneter André Berghegger, Projektleiter Uwe Hummert und Harald Wedel vom Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung. Foto: Josef Pohl

Neuenkirchen. Drehscheibe – was ist das, was soll das? Das haben sich vor gut einem Jahr noch viele Kommunalpolitiker in der Samtgemeinde Neuenkirchen gefragt. Nunmehr ist das Modellprojekt mit seinen Räumen an der Lindenstraße offiziell gestartet.

Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard-Schwertmann-Nicolay machte in ihren einleitenden Worten bei der offiziellen Eröffnung deutlich, dass Fachbereichsleiterin Ruth Klaus-Karwisch und Projektleiter Uwe Hummert für das Multifunktionshaus so manches dicke Brett hätten bohren müssen, um die Politik zu überzeugen. Sie dankte dem Lenkungsausschuss für die aktive Mitarbeit und allen, besonders in den vergangenen Wochen an dem Projekt Beteiligten, für das an den Tag gelegte Engagement.

„Wir bringen es zusammen“

Durch die Bundesmittel habe die Samtgemeinde die Chance erhalten, eine Vision auszuprobieren. Bei der Antragsstellung habe besonders Thomas Uhlen von der Caritas wichtige Hilfestellung gegeben.

„Wir bringen es zusammen“, zitierte Landrat Michael Lübbersmann das Motto aus der Projektbeschreibung. Es sei beachtlich, wenn eine so kleine Kommune wie die Samtgemeinde Neuenkirchen sich so einem innovativen Ansatz wie der Drehscheibe widme. Dieses Projekt biete auch große Chancen für den Landkreis Osnabrück. Er wünschte der neuen Einrichtung einen ähnlich großen Erfolg wie der früheren ZDF-Drehscheibe.

100.000 Euro Bundesmittel

„Wir alle haben die Aufgabe, die Attraktivität des ländlichen Raumes zu steigern“, so der Bundestagsabgeordnete André Berghegger, denn schließlich lebten 50 Prozent der Bevölkerung auf dem Lande. Für das Modellprojekt mit den Säulen Beratung, Dienstleistung, Information und Shop-in-Shop, das vom Bund mit gut 100.000 Euro gefördert werde, sei vor Ort hervorragende Vorarbeit geleistet worden.

„Wir wollen nicht nur Geld geben“, so Harald Wedel vom Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn, es gehe auch darum, die Erfahrung aus den Modellprojekten an andere Gemeinden weiterzugeben. Von den 125 eingereichten Anträgen hätten nach dem Kriterienkatalog am Ende 19 Berücksichtigung gefunden.

Lebensqualität fördern

Es gehe darum, die Lebensqualität im ländlichen Raum zu fördern. Jetzt heiße es, abzuwarten, wie das neue Angebot Mehrfunktionshaus von den Bürgern der Samtgemeinde Neuenkirchen angenommen werde. Er habe nach seinen ersten Eindrücken ein sehr, sehr gutes Gefühl.

Und danach ging es vom Zelt in die neuen Räume der Drehscheibe, wo Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay das obligatorische rote Band mit Unterstützung der hochkarätigen Prominenz durchschnitt. Bevor jedoch die Gäste sich ein Bild von den Räumen und dem Angebot der Drehscheibe, die von Astrid Rausch geführt wird, machen konnten, erbaten Pfarrer Stephan Höne und Pastorin Damaris Grimmsmann den Segen Gottes für das Modellprojekt.

Astrid Rausch, Projektmitarbeiterin der Samtgemeinde für die Drehscheibe, stand zusammen mit Uwe Hummert und Ruth Klaus-Karwisch genau wie die Samtgemeindebürgermeisterin in den Räumen des ehemaligen Fernsehfachgeschäftes Hoppe den Besuchern – unter ihnen auch die Bürgermeister der drei anderen Samtgemeinden des Nordkreises sowie der Recker Rathauschef – , Rede und Antwort. Viele Gäste waren sich nach dem Besuch einig, dass die Bundesmittel in Neuenkirchen gut angelegt sind.

Ein Artikel von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/944125/startschuss-fuer-modellprojekt-drehscheibe-in-neuenkirchen#gallery&0&0&944125
 

 

 

Countdown für Neuenkirchener „Drehscheibe“ läuft - Offene Tür am 3. September

Mädchen aus dem Kindergarten überbrachten die Masken für die Feldzeichen. Foto: Josef Pohl

Neuenkirchen. Der Countdown läuft für die Eröffnung der Neuenkirchener „Drehscheibe“. Und auch die Bürger sind gespannt darauf, was sich in den Räumen des ehemaligen Elektronikgeschäftes Hoppe tut.

Das Modellprojekt „Drehscheibe“ in der Samtgemeinde Neuenkirchen kommt immer weiter voran. Das ist nicht zuletzt am Schriftzug „Drehscheibe“ an dem Geschäft an den Räumen an der Lindenstraße zu erkennen. Vorne an der Straße stehen mittlerweile auch Feld-/Friedenszeichen, wie sie zur 2000-Jahr-Feier der Varusschlacht vor acht Jahren an vielen Orten in der Region aufgestellt wurden.

Kindergarten mit eingespannt

Uwe Hummert erinnerte sich an die Zeichen, die wegen Umbaumaßnahmen am Merzener Jugendhaus entfernt worden waren und nunmehr in einem Keller lagerten. Mithilfe des Kindergartens St. Laurentius bekamen die Stangen und Masken eine farbliche Auffrischung. Dieser Tage kam einige Mädchen aus dem Kindergarten bei der Drehscheibe vorbei und überbrachten die Masken. Astrid Rausch, von der Samtgemeinde seit Anfang Mai als Mitarbeiterin für die Drehscheibe angestellt, holte gleich die Leiterin heraus und montierte die Masken mit Unterstützung der Kinder. Und natürlich gab es auch eine kleine Belohnung für die fleißigen Helfer.

Die Aufgaben von Astrid Rausch umfassen neben der aktiven Mitarbeit im Projekt „Drehschreibe“ auch allgemeine Arbeiten im Verkauf, den Empfang von Kunden und Besuchern sowie die Terminkoordination und die Vermittlung von Beratungsangeboten, die dort ebenfalls erfolgen sollen.

Ab 31. August geöffnet

Um 14 Uhr öffnet am 31. August die Drehscheibe erstmals ihre Türen für die Bürger aus der Samtgemeinde. Die können sich auch zur Neuenkirchener Kirmes ihr eigenes Bild machen, denn ab 14 Uhr läuft am 3. September der Tag der offenen Tür.

Ein Artikel von Josef Pohl / Bersenbrücker Kreisblatt

 

 

Es ist soweit – Das Modellprojekt „Drehscheibe“ startet durch

"Drehscheibe" – Was ist das überhaupt? Das fragen viele Bürger, die sich darunter noch nichts vorstellen können. "Drehscheibe“ ist der Arbeitstitel für ein Multifunktionshaus, das Ende August an der Lindenstraße in Neuenkirchen eröffnet werden soll. Als Standort eignet sich das frühere Elektrogeschäft Hoppe mit seinen vielen Verkaufsflächen besonders auch im Hinblick auf die zentrale Lage und auf die Erreichbarkeit, denn direkt vor der Tür befindet sich eine Bushaltestelle.

Hinter der „Drehscheibe“ verbirgt sich ein Ort, an dem Menschen und Angebote aus den verschiedensten Bereichen eine gemeinsame Anlaufstelle haben. Hier werden vier Bereiche abgedeckt: Dienstleistungen, Beratungsangebote, Tourismusinformation sowie ein Shop-in-Shop-System.

Künftig finden Sie z.B. Gerland Hörgeräte und Hummert Textilpflege als Dienstleistungsunternehmen in den Räumen der Drehscheibe. Außerdem wird es Beratungsangebote im sozialen Bereich, vom Finanzamt und anderen Institutionen geben. In Sachen Tourismus können sich z.B. Wanderer oder Radwanderer über Touren informieren und sich direkt am PC vor Ort Ausflugsrouten ausdrucken.

Beim Shop-in-Shop-System können Vereine, kreative Einwohnerinnen und Einwohner oder Kleinstunternehmer eine Fläche mieten und „ihre“ regionalen Erzeugnisse wie z. B. selbst genähte Kleidung oder selbst gefertigte Postkarten vermarkten. Secondhand-Kleidung oder „Gebrauchtes“ sind ausgeschlossen. Eine Provision wird nicht erhoben, es wird lediglich eine Miete für die Verkaufsfläche erhoben. Der Verkauf findet durch die „Drehscheibe“ statt, die eine Brücken- und Vermittlungsfunktion zu bestehenden professionellen Angeboten bzw. Potenzial im Ehrenamt oder bei Privatpersonen herstellen kann.

Durch die Einbindung der lokalen Akteure tritt das Projekt nicht in Konkurrenz, sondern immer als Ergänzungs- und Netzwerkangebot auf. Darauf achtet auch der Lenkungsausschuss, der das Projekt begleitet und alle wichtigen Entscheidungen trifft. Neben den Vertretern aller im Neuenkirchener Samtgemeinderat vertretenen Fraktionen, der Mitgliedsgemeinden und der Verwaltung gehört auch Christiane Kirchhof als Vertreterin des Förderkreises Neuenkirchen dem Gremium an.

Für die „Drehscheibe“ wurde die Projektmitarbeiterin Astrid Rausch eingestellt. Ihre Aufgaben umfassen neben der aktiven Mitarbeit im Projekt Drehscheibe auch allgemeine Arbeiten im Verkauf, den Empfang von Kunden und Besuchern sowie die Terminkoordination und die Vermittlung von Beratungsangeboten. Sie kümmert sich auch um die Vermietung der Regalflächen. Es sind noch Flächen frei. Interesse geweckt? Oder haben Sie Fragen? Dann rufen Sie an oder schreiben eine Mail.

Kontakt: Samtgemeinde Neuenkirchen, Astrid Rausch, 05465 201-61drehscheibe@neuenkirchen-os.de
Facebook: Drehscheibe Neuenkirchen

 

 

Im August soll es losgehen

Modellprojekt „Drehscheibe“ schreitet gut voran

Die Lenkungsgruppe ist zufrieden mit dem Fortschritt des Modellprojektes „Drehscheibe“ der Samtgemeinde Neuenkirchen. Das wurde bei der jüngsten Zusammenkunft des Kreises noch einmal deutlich.

Dabei zeigte sich auch: Es wartet noch viel Arbeit, bis das Multifunktionshaus im August an den Start gehen kann. An Bord ist bereits seit Anfang des Monats Astrid Rausch, die dann vor Ort die Geschäfte führen will. Die geborene Neuenkirchenerin ist zuständig für die Umsetzung des Konzeptes der „Drehscheibe“.

Das Multifunktionshaus hat vier Standbeine, wie Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay erläutert: Dienstleistungen wie zum Beispiel Annahmestelle für eine Reinigung; Beratungsangebote externer Behörden (Finanzamt, Rentenversicherung); Informationsangebote zum Beispiel in Sachen Tourismus und die Vermietung von Regalflächen an Anbieter aus der Region (Shop-in-Shop). Vereine, kreative Einwohner oder Kleinstunternehmer können eine Regalfläche in der „Drehscheibe“ mieten und Produkte vermarkten. Bis auf einen minimalen Anteil handelt es sich aber nicht um Lebensmittel, die dort angeboten werden, sondern um andere regionale Erzeugnisse, die es so vor Ort nicht in den Geschäften gebe.In der Samtgemeinde sei eine große Zahl kreativer Köpfe vorhanden. Ich glaube das wird spannend“, so Hildegard Schwertmann-Nicolay. Es gebe bereits einige Interessenten. Auf keinen Fall werde es eine Konkurrenz zum Handelgeben.

Darauf achtet auch der Lenkungsausschuss, der das Projekt begleitet und alle wichtigen Entscheidungen trifft. Neben Vertretern aller im Neuenkirchener Samtgemeinderat vertretenen Fraktionen, der Mitgliedsgemeinden und der Verwaltung gehört auch eine Vertreterin der Gewerbetreibenden dem Gremium an, das sich kontinuierlich vom Fortschritt des vom Bund geförderten Modellprojektes überzeugt.

Auch wenn die angemieteten Geschäftsräume in einem guten Zustand sind, so muss doch noch einiges gemacht werden. Trockenbau-, Maler- und Elektroarbeiten stehen in den nächsten Wochen an. So entsteht ein zusätzlicher Besprechungsraum, der auch von einem Hörgeräteakustiker genutzt werden soll und von daher entsprechend schallisoliert sein muss. Auf ein Datum, wann denn die „Drehscheibe“ aufmache, wollte sich Hildegard Schwertmann-Nicolay noch nicht festlegen.

 

Quelle: Bersenbrücker Kreisblatt
https://www.noz.de/epaper/read/20557/21431/14/1/1

 

 

Ladenlokal für „Drehscheibe“ in Neuenkirchen gefunden

Zwei wichtige Voraussetzungen für den Start des Projekts „Drehscheibe“ in der Samtgemeinde Neuenkirchen sind erfüllt: Es gibt einen Standort in zentraler Lage, auch eine Mitarbeiterin ist inzwischen gefunden. Im August soll es losgehen.

Das Modellprojekt „Drehscheibe“ in der Samtgemeinde Neuenkirchen nimmt Fahrt auf. Nach der Konstituierung des Lenkungskreises Anfang März hat die Kommune inzwischen einen Standort für ihr Multifunktionshaus gefunden. Genutzt würden die Verkaufsräume des früheren Elektrogeschäfts Hoppe an der Lindenstraße, teilte Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay am Donnerstag in einer Sitzung des Ausschusses für Bildung, Familie und Soziales mit. Den Mietvertrag mit dem Eigentümer hatte sie nach eigenen Worten kurz vor der Sitzung unterschrieben.

Kleinere Umbauarbeiten erforderlich

Der Standort des früheren Elektrofachgeschäfts Hoppe biete mit seiner Verkaufsfläche qualitativ hochwertige Räume, auch die Lage sei günstig, sagte sie mit Blick auf die Bushaltestelle direkt vor der Tür. Das garantiere eine Erreichbarkeit auch aus Merzen und Voltlage. „Es sind allerdings kleinere Umbauarbeiten notwendig“, erläuterte die Verwaltungschefin. Gebraucht würden eine große Verkaufsfläche, aber auch abgeschlossene Räume, zum Beispiel für Beratungsgespräche. Die Bauarbeiten würden in Kürze ausgeschrieben, auch der Vermieter habe bereits einige Investitionen vorgenommen.

Projektmitarbeiterin aus 40 Bewerbungen ausgewählt

Eingestellt hat die Samtgemeinde Neuenkirchen inzwischen auch eine Mitarbeiterin für das Projekt. Astrid Rausch werde am 2. Mai mit ihrer Arbeit beginnen, teilte Schwertmann-Nicolay mit. Die Neuenkirchenerin habe sich unter 40 Bewerbern durchgesetzt, weil sie durch die kaufmännische Ausbildung neben Fachkenntnissen auch „vielfältige Erfahrungen in der Organisation mitbringt“. Das Arbeitsverhältnis – es handelt sich um eine Teilzeitbeschäftigung mit 19,5 Stunden wöchentlich – ist zunächst für die Dauer des Projektes bis Ende Dezember 2019 befristet. Die Aufgaben von Astrid Rausch umfassen neben der aktiven Mitarbeit im Projekt „Drehschreibe“ auch allgemeine Arbeiten im Verkauf, den Empfang von Kunden und Besuchern sowie die Terminkoordination und die Vermittlung von Beratungsangeboten. Beim Projekt „Drehscheibe“ handelt es sich ein vom Bund angestoßes Modellprojekt .

„Drehscheibe“ ist ein Multifunktionhaus

Dahinter verbirgt sich ein Multifunktionshaus, das unterschiedliche Menschen und Angebote zusammenbringen möchte. Es gibt vier Standbeine: Dienstleistungen, die vor Ort nicht angeboten werden; Beratungsangebote externer Behörden (Finanzamt, Rentenversicherung); Informationsangebote (Tourismus-Information) und ein Shop-in-Shop-System. Bei Letzterem können Vereine, kreative Einwohner oder Kleinstunternehmer eine Regalfläche in der „Drehscheibe“ mieten und so ihre Produkte vermarkten. „Es gibt da schon einige Anfragen“, so die Samtgemeindebürgermeisterin. So hätten bereits Hörgeräteakustiker Interesse bekundet, in der „Drehscheibe“ ihre Dienstleistungen anzubieten.

Zur Sache

Das Projekt „Drehscheibe“

„Wir bringen‘s zusammen“ – so lautet das Motto des Projektes „Drehscheibe“. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bund mit 99000 Euro gefördert, die Samtgemeinde Neuenkirchen steuert 46000 Euro bei. Dem Lenkungsausschuss, der das Projekt begleitet und alle wichtigen Entscheidungen trifft, gehören Vertreter aller im Neuenkirchener Samtgemeinderat vertretenen Fraktionen an, Vertreter der Mitgliedsgemeinden, der Verwaltung und eine Vertreterin der Gewerbetreibenden.cg

 

Ein Artikel von Christian Geers / Bersenbrücker Kreisblatt
http://www.noz.de/lokales/samtgemeinde-neuenkirchen/artikel/887809/ladenlokal-fuer-drehscheibe-in-neuenkirchen-gefunden
 
 
 
 
 

Neuenkirchener Projekt „Drehscheibe“ startet im Sommer

Nach den Sommerferien will die Samtgemeinde Neuenkirchen mit dem Projekt „Drehscheibe“ in die Offensive gehen. Zurzeit liefen die Vorbereitungen für das auf drei Jahre ausgelegte Modellvorhaben, sagt Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay im Interview unserer Redaktion.

Das Interview im Wortlaut:

Frau Schwertmann-Nicolay, die Samtgemeinde Neuenkirchen nimmt am Modellprojekt „Drehscheibe“ teil. Können Sie demjenigen, der davon bisher noch nichts gehört hat, in wenigen Sätzen erklären, um was es im Kern genau geht?

„Drehscheibe“ – das ist unser Arbeitstitel für ein „Multifunktionshaus“. Multifunktion deshalb, weil an einer Stelle unterschiedliche Angebote und Menschen zusammengebracht werden. Die Drehscheibe besteht aus vier Säulen: Dienstleistungen, die sonst im Ort nicht angeboten werden; Beratungsangebote von extern; Informationsangebote, zum Beispiel eine Tourist-Information, und ein Shop-in-Shop.

Was macht gerade die Samtgemeinde beispielhaft für eine Teilnahme?

Das Beispielhafte an der Drehscheibe ist, insbesondere die genannten vier Säulen unter einem Dach zu haben, und darüber hinaus der Ansatz des Raum-Sharings für verschiedene Angebote. Das heißt, viele Nutzer teilen sich einen Raum.

Im Fokus des Modellvorhabens steht, Menschen wieder „neu“ zusammenzubringen. Was ist damit gemeint?

Menschen sollen mit ihren Talenten und Bedarfen wieder neu zusammengebracht werden, um soziale Dienstleistungen zu entwickeln und modellhaft zu erproben. Damit ist gemeint, dass passgenau für die Samtgemeinde geschaut wird, welche Bedarfe an Dienstleistungen und Beratungen bei der Bevölkerung vorhanden sind. Hierzu soll vornehmlich eine Brücken- und Vermittlungsfunktion zu bestehenden professionellen Angeboten bzw. Potenzial im Ehrenamt oder bei Privatpersonen hergestellt werden.

Sie suchen für das Projekt „Drehscheibe“ einen Mitarbeiter. Welche Fähigkeiten muss dieser mitbringen?

Grundvoraussetzung sind kaufmännische, Verwaltungs- und EDV-Kenntnisse. Daneben sind aber Beratungskompetenz, Kommunikationsfähigkeit, eigenständiges Arbeiten und Kreativität wichtige Voraussetzungen. Außerdem spielt sicherlich auch die eigene Vernetzung in der Samtgemeinde Neuenkirchen, also Kontakte zu Vereinen und anderen Ehrenamtlichen, eine wichtige Rolle.

Wichtige Voraussetzung ist ein Treffpunkt im Ort. Wo soll dieser entstehen? Gibt es schon Pläne?

Vorgesehen ist, ein leer stehendes Ladenlokal in Neuenkirchen zu nutzen. Dazu werden aktuell Verhandlungen mit dem Vermieter geführt und der Mietvertrag geschlossen. Es sind dann kleinere Umbauarbeiten erforderlich, um die Räumlichkeiten an unsere Bedarfe anzupassen.

Was hat es mit dem „Shop-in-Shop“-System auf sich?

Hier möchten wir sowohl kreativen Bürgerinnen und Bürgern wie auch Vereinen oder „Kleinstunternehmern“ die Möglichkeit bieten, ihre „Produkte“ zu vermarkten. Dazu kann Regalfläche gemietet werden. Der Verkauf findet dann durch die „Drehscheibe“ statt.

Was müssen Interessierte tun, um mitzumachen?

Interessierte können sich bei Projektleiter Uwe Hummert melden. Die Entscheidung über die Produktsparten trifft die Lenkungsgruppe, auch um Konkurrenz zum bestehenden Einzelhandel zu vermeiden. Klar ist jetzt schon, dass Secondhand-Kleidung oder „Gebrauchtes“ ausgeschlossen sind.

Das Projekt läuft bis Ende Dezember 2019: Wie ist der aktuelle Stand? Gibt es bereits einen Lenkungskreis?

Der Lenkungskreis hat sich am 2. März konstituiert. Dazu gehören Vertreter aller Fraktionen des Samtgemeinderates, alle Mitgliedsgemeinden sind somit vertreten. Durch eine Vertreterin des Förderkreises Neuenkirchen sind die Gewerbetreibenden vertreten, und die Verwaltung ist natürlich ebenfalls dabei. Alle Entscheidungen werden durch dieses Gremium getroffen. Die erste Entscheidung war die Entscheidung über das anzumietende Ladenlokal. Die nächste Entscheidung ist die Personalauswahl, die durch Vertreter der Lenkungsgruppe getroffen wird.

Und wann gehen Sie an die Öffentlichkeit?

Ein konkreter Termin für die Eröffnung steht noch nicht fest, angestrebt wird ein Termin nach den Sommerferien.

Zur Sache

 

Zur Person

Hildegard Schwertmann-Nicolay (55, parteilos) ist seit 1. Mai 2014 hauptamtliche Bürgermeisterin der Samtgemeinde Neuenkirchen.

 

Ein Artikel von Christian Geers