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Wegerandstreifen

Im Jahr 2016 wurde im Auftrag der Samtgemeinde Neuenkirchen und ihren Mitgliedsgemeinden eine Flächenpotenzialanalyse durchgeführt. Auf dieser Grundlage sollen geeignete Randstreifen entlang von Straßen und Wegen als Lebensräume für Pflanzen und Tiere aufgewertet werden. Nach der Herrichtung können die Flächen als Kompensationsflächen angerechnet werden. Das heißt, Eingriffe in Natur- und Landschaft, können über die Aufwertung dieser Flächen ausgeglichen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Flächen nach ihrer Aufwertung durch den Landkreis Osnabrück als Kompensationsflächen anerkannt werden.
Die Umgestaltung der Flächen umfasst Blühstreifen mit regionalem Saatgut sowie Strauch- und Baumpflanzungen standortheimischer Gehölze.

Regionsweit kann der ökologische Zustand der Wegerandstreifen als „schlecht“ bezeichnet werden. Dies liegt unter anderem daran, dass viele Flächen von Anliegern mit genutzt, beispielsweise mit beackert, werden. Ökologisch herrscht hier ein erhebliches Aufwertungspotenzial.

Nach ersten Ergebnissen hatten die ermittelten Flächen insgesamt eine Größe von circa 23,87 Hektar (Samtgemeinde Neuenkirchen – 1,39 ha, Gemeinde Merzen – 8,69 ha, Gemeinde Neuenkirchen – 10,24 ha, Gemeinde Voltlage 3,55 ha).

Diese Flächen wurden zum Teil bereits vor Ort auf ihre derzeitige tatsächliche Beschaffenheit und ihren möglichen, zukünftigen „Zielzustand“ untersucht. Zum Teil ergaben sich Fälle, die eindeutig waren, andere hingegen nicht, weil die Grenzen einer Straße – anders als vermutet – nicht parallel und in einheitlichem Abstand verlief.


Kompensationsmaßnahmen an Wegerändern haben nicht nur den Vorteil, dass dadurch das Orts- bzw. Landschaftsbild durch blütenreiche Säume und heimische Gehölze aufgewertet wird. Es findet hiermit eine Biotopvernetzung statt, die dem Insektensterben entgegenwirken kann. Gleichzeitig wird das Landschaftsbild optimiert.